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PRESSE AUSWAHL „Kultweine als Kunstobjekt“ Zu jenen Photographien,
die nicht nur schön anzuschauen
sind, sondern durch ihren künstlerischen Anspruch vor allem zu einer
vertieften Betrachtung einladen, gehören die Arbeiten von Günter
Krings. Seit geraumer Zeit beschäftigt sich der renommierte Foto-Künstler
schon mit dem Thema Wein. Dabei sind eigenwillige, manchmal etwas unzeitgemäß
wirkende „Portraits“ berühmter, ja legendärer Weine
entstanden. „Unzeitgemäß“, weil sie eine Bildsprache
aufnehmen, die dem Tatsachenrealismus, wie er dem Betrachter in den
zeitgenössischen
Photographien zumeist begegnet, auf so beeindruckende Weise widerstehen.
Verwitterte Spuren, Fundstücke,
fragmentarische Zivilisations- und Naturreste korrespondieren in Krings
farbig ausgewogenen Objekt-Kompositionen mit surreal anmutenden Flaschenskulpturen.
Krings „inszenierte“ Photographien schaffen Illusionen,
die unmittelbar an unsere Fähigkeit appellieren, verschüttete
Bildzusammenhänge
zu entdecken. – Fesselt die Photographie für gewöhnlich
den Blick an die Oberfläche, so fordern die vorliegenden Kunstwerke
zum Innehalten auf. Mit dem Wein finden diese
Stilleben ein adäquates
Themenfeld: Als „nature morte“ erinnern sie uns an die Vergänglichkeit
des Rebensaftes ebenso wie sie auf seinen Ursprung verweisen. –
Werden und Vergehen, der Wein als lebendiges Naturprodukt einerseits,
aber auch seine „Geburtsstätte“, jene mythenumwobenen
Châteaux, Wineries oder Winzerbetriebe mit ihrer wechselvollen
Geschichte andererseits. Artikel als PDF-Datei herunterladen
„Nature Morte“ – Inszenierte Fotografie Günter Krings hat mit seinen Bildern eine einzigartige, eigenwillige
und unverwechselbare Auffassung entwickelt. Über die Bildzeichen
sucht er die heimliche Verständigung mit dem Betrachter. In ähnlicher
Weise haben sich die Künstler des Barock mit Allegorien und Gedankenbildern
ausgedrückt. Wer ihre Symbolik verstand, gehörte zu den Eingeweihten.
Günter Krings zeigt uns großartige Illusionen, die nicht in
der Realität greifbar, sondern nur im Medium seiner Fotografie existent
sind. Artikel als PDF-Datei herunterladen
„Zeichen der Erinnerung“ Perfekter
und genauer lässt sich mit dem Medium Fotografie wohl
kaum sagen, was Günter Krings ausdrücken will, die Schönheit
des Verfalls und die Komplexität und Mitteilungskraft informeller
Strukturen. Erfreulich ist die Tatsache, dass seiner entschiedenen und
handwerklich verblüffenden Arbeit Aufmerksamkeit und Anerkennung
nicht versagt bleiben. Das zu wissen tut gut in einer sprunghaften Zeit,
die es einer so kontinuierlich und konsequent entwickelten Kunst nicht
eben leicht macht. Artikel als PDF-Datei herunterladen
„Sprache der Dinge“ Der
Mensch hat den Dingen seiner Umgebung zu jeder Zeit Wert und Bedeutung
beigemessen. Doch Werte wandeln sich, Bedeutungen werden neu definiert.
Immer wieder neu muss man sich mit der „Sprache der Dinge“ vertraut
machen, will man das Dahinter verstehen. Erst ein Denken in Bildern
– Levi Strauss nennt es „wildes Denken“ – führt
so in die engagierten Arbeiten von Günter Krings. Der Betrachter
wird dabei erfahren, dass das klassische, auf die Vergangenheit allen
Seins verweisende Stillleben hier durch die Einbeziehung vergleichsweise
geringwertiger „objets trouvés“ zu
neuen, zu aktuellen Bezügen gefunden hat. |
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